In Budapest leben, arbeiten und reisen – entsprechend ihren Möglichkeiten – mehr als 70 000 Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen. Es gibt noch viel Luft nach oben für Verbesserungen, aber immer mehr Dienstleistungen existieren in Budapest, die sowohl ihren Alltag – als auch den unserer Gäste mit Rollstuhl – erleichtern.
Die Abfahrtzeiten der barrierefreien Fahrzeuge sind in den Fahrplänen auf der Webseite und an den Haltestellen des Budapester Verkehrsbetriebs (BKK) unterstrichen (ausgenommen, wenn auf dieser Linie ausschließlich barrierefreien Fahrzeuge verkehren).
In den Fahrplantabellen finden Sie folgende Bemerkungen:
• „Jedes Fahrzeug hat Niederflur” – das bedeutet, dass 100% der auf dieser Linie verkehrenden Fahrzeuge mit Niederflur versehen sind.
• „Fahrzeuge mit Niederflur verkehren auch” – das bedeutet, dass das Verhältnis der barrierefreien Fahrzeuge 50% oder weniger ausmacht, wenn alle Abfahrten auf die ganzen Tage/eine Woche projiziert werden.
• „Hauptsächlich verkehren Fahrzeuge mit Niederflur” – das bedeutet, dass auf der Linie in mehr als 50% der Service mit Niederflur zu finden ist.
Die App für Reiseplanung von BKK hilft den Menschen mit eingeschränkter Mobilität sehr viel, wenn sie unterwegs sind, denn sie zeigt in Echtzeit, ob ein Fahrzeug mit Niederflur kommt, was zwar auch im Fahrplan angezeigt wird, aber die Wirklichkeit weicht davon oft ab. Die BudapestGO kann auch auf Smartphone heruntergeladen werden. Sie berücksichtigt die genaue Stelle der Fahrzeuge und die aktuellen Verkehrsverhältnisse, und so plant sie die schnellste – und nach Bedarf barrierefreie – Route. Bewegungsbehinderte können durch Klicken auf die einzelnen Fahrzeuge erfahren, ob sie barrierefrei sind.
Metro:
• Metrolinie M4: Mit Hilfe von Aufzügen können Sie jede Station barrierefrei erreichen, aber zwei Aufzüge müssen immer benutzt werden: der eine bringt Sie von oben in den Tunnel, der andere von dort auf den Bahnsteig. In den Zügen an der Linie gibt es einen separaten Platz für Rollstühle und Kinderwagen. Die nächste Tür dazu zeigt ein großes Piktogramm an der Seite des Zuges und auf dem Bahnsteig der Metrostationen zeigt ein Aufkleber auf dem Fußboden, wo sich die betroffene Tür öffnet.
• Auf der Linie M4 fahren die Züge ohne Fahrer, deshalb werden Sie darum gebeten, verstärkt auf die Ton- und Lichtsignale zu achten und beim Schließen der Türe nicht versuchen, ein- oder aussteigen.
• Metrolinie M2: die Stationen Örs vezér Platz, Pillangó Straße und Puskás Ferenc Stadion sind barrierefrei. Die Züge auf der Linie sichern ähnlich zur M4 separate Plätze für Rollstühle und Kinderwagen. Genau wie bei M4, zeigen auch Piktogramme an den Zügen der Metro M2, wo Sie mit Rollstuhl oder Kinderwagen einsteigen sollten. Auf dem Bahnsteig der Metrostationen zeigt auch ein Aufkleber, wo sich die betroffene Tür öffnet.
• Metrolinie M3: Die Stationen Újpest-központ, Újpest-Stadttor, Gyöngyösi Straße, Forgách Straße und teilweise die Station Stadtzentrum Göncz Árpád sind barrierefrei. Vom Bahnsteig können Sie barrierefrei in die Wagen einsteigen oder sie verlassen. Im Rahmen der zurzeit laufenden Renovierung erfolgte die Verwirklichung der Barrierefreiheit der Stationen Pöttyös Straße und Ecseri-Weg, an den Stationen Semmelweis Kliniken, Corvin-Viertel, Kálvin Platz, Ferenciek Platz, Westbahnhof, Arany János Straße ist der Bau der schräglaufenden speziellen Aufzüge im Gange.
• Metrolinie M1: die Untergrundbahn Millenium – sie war die erste Metro des Kontinents -, kann leider nicht mit Rollstuhl benutzt werden – zur damaligen Zeit wurde dieser Angelegenheit keine Aufmerksamkeit geschenkt.
Straßenbahn:
Die Stationen der Linien 1, 3, sowie 4 und 6 (bei der letzten mit Ausnahme des Boráros Platzes) sind barrierefrei. Die Stationen des Budaer Verbund-Straßenbahnnetzes zwischen Bécsi Weg und Budafok Depot sind ebenfalls barrierefrei.
Trolleybus:
Am Wochenende fahren auf jeder Linie ausschließlich Trolleybusse mit Niederflur. In der Woche verkehren auf jeder Linie Fahrzeuge mit Niederflur, deren Abfahrtzeiten im Fahrplan durch Unterstreichung hervorgehoben werden, (ausgenommen, wenn auf der Linie ausschließlich barrierefreie Trolleybusse fahren). Die Fahrgäste mit Rollstuhl können bei der mittleren Tür in die Fahrzeuge mit Niederflur einsteigen, wo sie auch ihren Rollstuhl befestigen können. Es gibt Linien, wo der Trolleybus Fahrer bei Ausklappen der Rampe hilft, er wird fragen, wo Sie aussteigen möchten, damit er auch dort helfen kann. Die Linien 70, 78 und 79 verkehren jederzeit ausschließlich mit Niederflur.
Bus:
Mehr als 9% der hauptstädtischen Autobusse haben Niederflur. In der Nacht und am Wochenende verkehren tagsüber ausschließlich barrierefrei Autobusse in Budapest.
Ersatzfahrzeuge:
Bei einer Betriebsstörung oder Modernisierungsarbeiten kann es vorkommen, dass Autobusse vom alten Typ als Ersatz eingesetzt werden, die sind leider noch nicht mit Niederflur ausgestattet.
Kundendienst:
In den Räumlichkeiten des Kundendienstes wurden taktile Symbole zur Hilfe für die Blinden und Sehschwachen auf dem Fußboden angebracht, für die Rollstuhlfahrer wurde ein niedrigerer, bequem nutzbarer Kundenpult errichtet. Die Hörbehinderten können in den Kundenberatungszentren solche Pulte in Anspruch nehmen, wo die Kommunikation mit Hilfe von Induktionsschallverstärkeranlagen ablaufen kann.






